Hinweise zur Pflegeberatung

Liebe Eltern,

 

von 2012 bis September 2017 hat unsere Pflegeberaterin Annette Knauff auf Nachfrage die vom Gesetzgeber geforderten Beratungseinsätze nach § 37,3 bei Pflegegraden durchgeführt. Hinzu kamen viele Beratungen zu konkreten Fragestellungen oder Schulungen zu pflegerischen Problemen innerhalb der Versorgung Ihrer Kinder.

Da Frau Knauff diese Aufgabe für die Gänseblümchen nicht weiterführen kann, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige Alternativen aufzeigen, wohin Sie sich zukünftig wenden können, um Beratung zu erhalten.

 

Pflichtberatung lt.§ 37,3 SGB XI

Bei Pflegegrad 1, 2, 3 = zwei Mal jährlich

Bei Pflegegrad 4 und 5 = vier Mal jährlich (einmal pro Quartal)

Grundsätzlich können alle Pflegedienste Pflegeberatung nach § 37,3 SGB XI leisten.

Der Gesetzgeber macht keinen Unterschied in der geforderten Pflegeberatung zwischen betroffenen Kindern und Erwachsenen.

Bei Kinderpflegediensten bekommen Betroffene (durch deren Erfahrung mit und Ausbildung an Kindern) über die gesetzliche Beratung hinaus, möglicher Weise gute Hinweise für Pflege und Betreuung, sowie Schulungen für Grund- und Behandlungspflegerische Maßnahmen. Sie verfügen über gute Netzwerke, an die sie Sie bei Bedarf weiter verweisen können.

Pflegedienste die eher die Versorgung von Erwachsenen bzw. Senioren übernehmen sind auf diesem Gebiet routinierter und verfügen hier auch über ein entsprechendes Netzwerk an Organisationen die bedarfsgerecht empfohlen werden können.

Darüber hinaus gilt:

Manche Krankenkassen finanzieren über Pflegeberatung und auch Pflegeschulungen für, im Einzelfall, notwendige Pflegemaßnahmen. Diese Schulungen sollen den Laien in die Lage versetzen, Pflege sicher und risikoarm durchzuführen. Schulungen sind im § 45 SGB XI verankert und können in der Häuslichkeit des Pflegebedürftigen durchgeführt werden, oder auch in anderen Settings, die Pflegerelevant sind, zum Beispiel Kita und Schule, andere Betreuungseinrichtungen oder anderen Haushalten, in denen das Kind häufig ist.

Pflegebasiskurse (meist über drei Monate mit ca. 200 Std.) werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Kassen übernommen, so zum Beispiel für pflegende Laien, die noch nie mit der Problematik konfrontiert waren und vor speziellen oder besonders schwerwiegenden Herausforderungen durch die Pflegesituation stehen. Fragen Sie Ihre Kasse nach Trägern für „Pflegebasiskurse“.

In Berlin stehen den Betroffenen und ihren Familien außerdem verschiedene Selbsthilfegruppe und Vereine zur Seite:

Das Kinder Pflege Netz Werk

Eltern beraten Eltern

Björn-Schulz-Stiftung

Kinder mit Down-Syndrom

Menschenkind

Specialsitter

Rehakind

 

Auch die Pflegestützpunkte bieten umfangreiche Beratung zu allen Fragen rund um die Versorgung u Betreuung Ihres pflegebedürftigen Kindes an. In vielen Pflegestützpunkten gibt es „Kinderbeauftragte“, die speziell im Bereich der Fragen rund um das pflegebedürftige Kind geschult wurden.
Übersicht über die Berliner Pflegestützpunkte

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